Transsib Teil II

Baikal See –  о́зеро Байка́л

Mit dem Bus ging es morgens weiter an den Baikalsee. Nach etwa einer Stunde halsbrecherischer Busfahrt sind wir im Dorf Listwjanka angekommen.
Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, schlug uns kalte Luft entgegen und wir hatten noch 1 km Marsch mit unseren Rucksäcken bis zu unserer Unterkunft vor uns. Gott sei Dank, denn so wurde uns wenigstens ein bisschen wärmer.

Als wir dann ein paar Minuten später am Ufer standen und die Hände ins Wasser hielten, war klar, hier ist nichts mit baden… Wir spazierten am Ufer entlang, streunerten über den Fischmarkt und ließen die Seele baumeln. Auf dem Fischmarkt wird die Spezialität Omul verkauft. Es ist ein geräucherter Fisch mit festem Fleisch, welchen man am besten direkt nach dem Kauf ist, wenn er noch warm ist.
Am Abend hieß es dann „Steine flippern“ und „Yoga“ am Ufer bei Sonnenuntergang. Als die Hände dann wirklich kalt waren, ging es zurück ins Zimmer. Am nächsten Nachmittag ging es für eine Nacht zurück nach Irkutsk, da unser Zug in die Mongolei auf uns wartete.

Wir erwischten einen uralten Zug der von Chinesen anstatt von Russen betrieben wurde. Es fehlte also an allem. Es gab keine Matratze, geputzt wurde nicht und auch das Toilettenpapier suchte man vergebens. Dafür wurde mächtig mit Kohle eingeheizt : ).
Wir hatten mit Chloe und Gilles super nette Kabinennachbarn und bei tollen Unterhaltungen konnten wir beobachten wie sich die Landschaft wandelte, die Birken und Tannen weniger wurden, dafür die Graslandschaft größer. Wir fuhren ca. 1,5 Stunden am Baikalsee entlang. Dies machte nicht mal die Hälfte des Sees aus. Außerdem unterhielt uns unser Wagonmann „Mr. Chao“ super. Er joggte fleißig den Gang entlang und vernachlässigte seine eigentlichen Aufgaben. 😊

An der Grenze angekommen, verrichteten die russischen Grenzbeamte Ihre Arbeit sehr akribisch. Nach gut zwei Stunden Grenz- und Passkontrolle ging es dann weiter, um kurz darauf wieder zu stoppen, sodass die mongolischen Grenzbeamte ihrer Arbeit in aller Ruhe nachgehen konnten.
Es war also spät in der Nacht als wir uns endlich auf unsere Pritschen legen konnten und versuchten ein bisschen schlaf zu bekommen.

Um 6:50 Uhr kamen wir pünktlich in Ulan-Bator an. Die Nacht war also kurz aber die Mongolei empfing uns mit klarem Himmel und milden -8°C. Es war alles angerichtet für ein bisschen Abenteuer…

2 Kommentare zu „Transsib Teil II

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